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Greenpeace-Studie bewertet Qualität des öffentlichen Nahverkehrs:

Das RNN-Gebiet unter den Spitzenreitern

Herausgeber: Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund GmbH

INGELHEIM 28.03.2025. Die jüngste deutschlandweite Studie von Greenpeace zur Qualität des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) zeichnet ein beeindruckendes Bild für mehrere Landkreise im Gebiet des Rhein-Nahe Nahverkehrsverbunds (RNN) sowie für die Stadt Mainz. Diese Regionen heben sich als klare Gewinner hervor und demonstrieren vorbildhafte Standards im Nahverkehr.

Die am 21. März 2025 veröffentlichte Studie liefert eine umfassende Analyse der ÖPNV-Qualität in über 11.000 Gemeinden Deutschlands. Anhand von Güteklassen (A–F) wird bewertet, wie viele Menschen Zugang zu einem Nahverkehrsangebot haben, das modernen Anforderungen entspricht.

Besonders positiv stechen der Landkreis Bad Kreuznach, der die Liste der ländlich geprägten Kreise anführt, sowie der Landkreis Birkenfeld auf Platz 5 hervor. Auch bei den städtischen Gebieten verzeichnet die Region Spitzenwerte: Die Stadt Mainz führt die Rangliste der kreisfreien Großstädte an.

Im Landkreis Bad Kreuznach haben beispielsweise 85 % der Einwohner eine akzeptable Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Dies ist als Ergebnis auf das neue ÖPNV-Konzept zurückzuführen, das der Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund 2022 gemeinsam mit den Aufgabenträgern und dem ZÖPNV Süd/Land Rheinland-Pfalz umgesetzt hat. Das Konzept sorgt dafür, dass in allen Gemeinden ganztägig mindestens alle zwei Stunden Busse und Bahnen fahren – in vielen Fällen sogar stündlich und in den größeren kreisangehörigen Städten mindestens alle 30 Minuten. Diese Verbindungen sind an zentrale Knotenpunkte und das Schienennetz angeschlossen. Außerdem stehen auch abends und an Wochenenden Fahrtmöglichkeiten zur Verfügung, teils als Bedarfsverkehr.

Ein bemerkenswertes Ergebnis der Greenpeace-Studie ist, dass rund 20 Prozent der Menschen in Deutschland auf ÖPNV der schlechtesten Güteklassen angewiesen sind. Für weitere 7 Prozent ist die Qualität so unzureichend, dass keine Kategorisierung möglich war. Vor allem in ländlichen Regionen bleibt der Nahverkehr oft unzureichend.

Die Untersuchung verdeutlicht weiterhin das anhaltende Stadt-Land-Gefälle: Während bundesweit in kreisfreien Großstädten etwa 78 Prozent der Bevölkerung Zugang zu einem guten oder sehr guten Nahverkehrsnetz haben, liegt dieser Anteil in dünn besiedelten Kreisen bei lediglich 11 Prozent. Gleichzeitig sind dort mehr als die Hälfte der Bevölkerung (52 Prozent) vom ÖPNV abgehängt.

Die Analyse basiert auf der detaillierten Auswertung aktueller Fahrplandaten durch die Münchner Datenanalysten von Plan4Better. Die vollständige Studie ist online verfügbar unter:

Abgehängt: ÖPNV-Qualität in Deutschland | Greenpeace

https://www.greenpeace.de/publikationen/abgehaengt-oepnv-qualitaet-in-deutschland

Informationen

Weitere Informationen zu Bus und Bahn erhalten Interessierte online auf der RNN-Website (www.rnn.info) oder telefonisch unter 061 32 / 78 96 22 (Mo-Do 9-18 Uhr, Fr 9-16 Uhr).